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Patientenberatung warnt:
Kostenfalle in der Arzneimittelversorgung

Für viele gesetzlich Versicherte gelten seit dem Jahreswechsel neue Regelungen, u. a. zu Rabattverträgen. Die Patientenberatung erhält derzeit viele Anfragen von Patienten, die verunsichert sind, weil sie plötzlich andere Medikamente erhalten.

Mehr dazu in der Pressemeldung vom 02.02.2011


Tipps für eine sichere Arzneimitteltherapie

Sie können wesentlich dazu beitragen, dass Ihre Arzneimitteltherapie so sicher und erfolgreich wie möglich ist. Folgende Hinweise sollten Sie deshalb zu Ihrer eigenen Sicherheit beachten:

1. Führen Sie bitte eine Liste aller Arzneimittel, die Sie derzeit einnehmen beziehungsweise anwenden (Medikationsplan).
Die Liste sollte aktuell sein und den Arzneimittelnamen sowie die für Sie vorgesehene Dosierung Ihrer Arzneimittel beinhalten. Berücksichtigen Sie dabei neben den verordneten auch die ohne Rezept gekauften Arzneimittel.

2. Legen Sie bitte die Liste bei jedem Arztbesuch vor.
Es ist wichtig für Ihren Arzt zu wissen, welche Arzneimittel Sie einnehmen beziehungsweise anwenden, um Ihre Beschwerden richtig einzuordnen und die für Sie richtige Therapie vorzuschlagen. Ihre gesamte Arzneimitteltherapie kann so regelmäßig überprüft werden. Nehmen Sie Ihre aktuelle Liste auch mit, wenn Sie in eine Klinik aufgenommen werden.

3. Führen Sie bitte die Liste Ihrer Arzneimittel auch mit, wenn Sie in der Apotheke Ihr Rezept einlösen oder ein Arzneimittel ohne Rezept kaufen.
Auch die Einnahme beziehungsweise Anwendung von Arzneimitteln, die Sie ohne Rezept kaufen, kann zu Risiken führen, insbesondere dann, wenn Sie gleichzeitig weitere Arzneimittel einnehmen beziehungsweise anwenden. Ihr Apotheker berät Sie gern hierzu und zu anderen wichtigen Fragen Ihrer Arzneimitteltherapie.

4. Bitte beachten Sie alle gegebenen Hinweise zur Einnahme beziehungsweise Anwendung Ihrer Arzneimittel.
Voraussetzung für eine sichere und wirksame Therapie ist, dass die notwendigen Arzneimittel in der richtigen Dosierung und Häufigkeit und genau so lange wie nötig eingenommen beziehungsweise angewendet werden. Entscheidend ist es für manche Arzneimittel auch, wie sie eingenommen werden, z.B. vor, zum oder nach dem Essen oder mit viel Flüssigkeit. Informationen dazu finden Sie auch in der Packungsbeilage. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich unsicher fühlen.

5. Bitte achten Sie darauf, ob neue Beschwerden auftreten.
Jedes Arzneimittel kann Nebenwirkungen haben. Außerdem können Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder bestimmten Lebensmitteln auftreten. Diese sind in der Packungsbeilage aufgeführt und werden Ihnen von Ihrem Arzt und Apotheker erklärt. Wenn bei Ihnen während der Therapie mit einem Arzneimittel neue Beschwerden auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

6. Beachten Sie bitte neue akute Erkrankungen bei bereits bestehender Dauertherapie.
Durch eine akute Erkrankung, insbesondere wenn diese es unmöglich macht, ausreichend zu trinken und zu essen, kann ein Anpassen oder Unterbrechen der gewohnten Therapie einzelner Arzneimittel erforderlich sein. Besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.

7. Bitte beachten Sie auch: Arzt und Apotheker sind in vielen Fällen gesetzlich verpflichtet, Ihnen bei gleichem Wirkstoff ein preisgünstiges Arzneimittel zu verordnen beziehungsweise abzugeben.
Es kann sein, dass Medikamente anders verpackt sind oder anders aussehen. Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, was Sie in diesem Zusammenhang beachten müssen.

8. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie alle Informationen richtig verstanden haben.
Machen Sie sich wenn nötig Notizen und haben Sie keine Bedenken, noch einmal nachzufragen.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Oktober 2015

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